Das Handelsabkommen, das bereits seit 25 Jahren politisch ausgehandelt wird, soll den internationalen Warenverkehr zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur regeln und den gegenseitigen Marktzugang verbessern. Am 17. Januar 2026 wurde es durch Vertreter der EU und die Mercosur-Staaten unterzeichnet. Damit es in Kraft tritt, fehlt jedoch unter anderem die Zustimmung des Europäischen Parlaments, welches die gerichtliche Überprüfung des Abkommens initiiert hat. Endgültig bestätigt ist das Abkommen somit bislang nicht, da es unter anderem hinsichtlich Umwelt-, Klima- und Landwirtschaftsbedenken weiterhin einer kritischen Prüfung unterliegt – aus gutem Grund:
Zwar strebt das Abkommen einerseits förderliche Ziele an, wie z. B. die Sicherung von Absatzmärkten, kann jedoch – insbesondere für unsere Land- und Fleischwirtschaft – aus Erzeuger- und Verbrauchersicht sowie aus Aspekten der Umwelt, des Tierwohls und der Lebensmittelsicherheit gravierende Folgen haben – unter anderem:
Als familiengeführte Metzgerei stehen wir seit Generationen – insbesondere im Rahmen unserer regionalen Marken „LandSchwein“ und „BioRind“ – für eines: Heimatliebe & Regionalität: Fleisch aus unserer Region, faire Zusammenarbeit mit unseren Landwirten, Transparenz, Tierwohl, kurze Transportwege.
Während das Abkommen für die südamerikanische Fleischwirtschaft große Exportchancen eröffnet, stellt es Erzeuger und Fleischproduzenten in der EU vor erhebliche Herausforderungen. Besonders kritisch sind die abweichenden Produktionsstandards und die umwelttechnischen Auswirkungen zu bewerten. Diese haben wiederum negative Folgen für den EU-Verbraucher: Regionale Betriebe verschwinden immer mehr, Standards sinken, die Abhängigkeit vom Ausland wächst.
Wir stehen weiterhin bewusst zu unseren regionalen Partnern und sagen Danke an alle, die mit ihrem Einkauf ein Zeichen setzen – denn wer regional kauft, stärkt unsere Heimat.
Bild „Containerschiff“: © Dendoktoor | Pixabay, Bild „Kuhweide“: © Pixabay | Pexels